Spargel – das weiße Gold aus der Erde
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Die Spargelsaison ist sehr früh in diesem Jahr. Bereits Ende März gibt es den ersten Spargel. Dieser sprießt rund zwei Wochen früher als bisher. Es ist das Gold aus der Erde, worauf sich Genießer freuen, wenn er jetzt auf dem Teller landet.

Spargel – das weiße Gold aus der Erde


Der trockene Herbst sowie der milde Frühling sorgen dafür, dass der Spargel zwei Wochen früher gestochen werden kann, so der Verband Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer (VSSE). Genießer dieses oftmals weiße Gold genannte Gemüse können es nicht erwarten, diese Delikatesse auf ihren Teller zu bekommen. Dabei ist es nicht nur etwas für Feinschmecker. Tatsächlich ist Spargel eine alte Heilpflanze mit wohltuenden Auswirkungen auf den Verdauungstrakt. Auf dem Teller landen weißer und auch grüner Spargel. Durch Zufall wurde der weiße Spargel im 19.Jahrhundert entdeckt. Aus Schutz vor Fraßfeinden wurde er abgedeckt und konnte kein Chlorophyll für die grüne Farbe bilden. Da er zarter im Geschmack ist, als der grüne Spargel, fand er schnell Liebhaber und wird heute vermehrt unter der Erde kultiviert. Aufgrund der hohen Preise von bis zu 20 Euro das Kilo wird er auch als Weißes Gold bezeichnet. Eine würzige Form ist der violette Spargel, der durch eine längere Standzeit von einem Tag Anthocyane bildet. Diese Form ist besonders in Frankreich beliebt.

Heilende Wirkung


Lange, bevor der Spargel ein Ruf als Delikatesse erhielt, war er eine Heilpflanze. Daran erinnert auch sein lateinischer Name Asparagus officinalis – arzneilicher Spargel. Mehrere Wirkungen hat der Spargel. Er ist Antioxidans, stimuliert das Immunsystem, wirkt antientzündlich sowie antibakteriell. Auch kann er die Fruchtbarkeit steigern und wirkt heilend auf Leberschäden.


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Da Spargel hauptsächlich aus Wasser besteht, ist er ein sehr kalorienarmes Gemüse. Abnehmwillige können unbedarft zuschlagen. Auch hat er keinen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel, so dass er auch für Diabetiker sehr gut geeignet ist. Spargel enthält den Ballaststoff Inulin. Dieser gilt als Präbiotikum und hat eine stärkende Wirkung auf die Darmflora. Damit wird das Risiko für Darmkrebserkrankungen gesenkt. Zudem entstehen beim Abbau von Inulin kurzkettige Fettsäuren, welche antientzündlich im Körper wirken. Inulin löst weiterhin ein Sättigungsgefühl aus. Dies hat einen positiven Effekt bei Fettleibigkeit und Übergewicht.

Vitamine und Mikronährstoffe


Neben dem Inulin verbergen sich im Spargel auch viele Vitamine und Nährstoffe. Für den Sehvorgang ist Vitamin A wichtig und Spargel liefert den Vorläufer Beta Carotin. Folsäure ist wichtig in der Schwangerschaft, aber auch für die Bildung von Glückshormonen. Für ein gesundes Herz-Kreislauf-System sowie für die Blutgerinnung liefert der Spargel Vitamin K. Vitamin C stärkt nicht nur das Immunsystem und schützt die Zellen vor freien Radikalen. Es schützt den Körper auch vor krebserregenden Stoffen. Zur Steigerung der Fruchtbarkeit und zur Bremsung des Alterungsprozess liefert das weiße Gold Vitamin E. An Mineralstoffen nimmt der Körper Kupfer, Eisen, Zink und Schwefel auf. Diese sind Bestandteil vieler Enzyme, die im Stoffwechsel benötigt werden.

Entwässerung und Entgiftung


Bekannt ist dieses Gemüse für seine entwässernde und entgiftende Wirkung. Die Aminosäure L-Asparaginsäure ist für den entwässernden Effekt verantwortlich. Durch die Förderung der Nierentätigkeit wird die Wasserausscheidung angekurbelt. Daher ist es ein beliebtes Gemüse bei Blasenleiden. Dabei sollte ausreichend getrunken werden, so dass sich die spülende Wirkung noch verstärkt.
Für die entgiftende Wirkung zeichnet sich Glutathion aus. Es verringert den oxidativen Stresspegel und ist ein starkes Antioxidans.
Weiterhin liefert der Spargel Saponine. Sie verleihen dem Spargel seinen charakteristischen Geschmack. Aber sie sind auch für viele heilende Wirkungen verantwortlich und wirken entzündungshemmend, schleimlösend oder auch antikanzerogen.

Vorsichtig mit dem Spargelgenuss sollte man sein, wenn ein Nierenleiden besteht. Spargel wirkt sehr anregend auf die Nierenfunktion. Dies kann bei eingeschränkter Niere kontraproduktiv sein.
Auch wenn der weiße Spargel milder schmeckt, gilt der grüne Spargel als gesünder, da er noch reichhaltiger an Vitaminen und Mineralstoffen ist.




1 Kommentare

Brigitte Erdmann 3 year ago

guten Artikel