Besser suchen und finden: Wenn Google nicht gut genug ist
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Google überzeugt oft - aber nicht immer - Alternative Suchmaschinen haben eine Chance verdient

Besser suchen und finden: Wenn Google nicht gut genug ist

Die Suchmaschine von Google hat in Deutschland einen Marktanteil von durchschnittlich über 92 Prozent. Dafür gibt es gute Gründe: Als Quasi-Monopolist ist Google zumeist ohnehin voreingestellt, die Ergebnisse überzeugen oft und vor allem die Einbindung von Zusatzdiensten wie Bildersuche oder Kartenmaterial ist perfekt gelöst.

Google filtert die Ergebnisse vor


Viele Nutzer sind bei ihren Internetausflügen mit ihren Zugangsdaten bei Google eingeloggt. Das ist einerseits praktisch, weil man dann individuell zugeschnittene Ergebnisse bekommt. Andererseits können so natürlich auch Suchtreffer nach hinten in die Ergebnisliste rutschen, die für den Anwender durchaus Priorität haben, von Google aber anders bewertet werden. Sprich die angezeigten Ergebnisse sind gefiltert – und zwar von Google.

Deutlich neutralere Ergebnisse erhält man, wenn man den so genannten Inkognito-Modus von Google Chrome („Privates Fenster“ bei Firefox) nutzt.

Google ist eine Marketing- und Werbeagentur


Wer sich ganz loslösen will von Google muss folgerichtig auch auf den Browser Google Chrome verzichten. Denn oft wird vergessen, dass das Kerngeschäft von Google, beziehungsweise der Muttergesellschaft Alphabet, Werbeanzeigen sind. All die innovativen Zusatzprodukte wie etwa Android oder Google Maps sind in erster Linie Träger für das Kerngeschäft.

Google: Suchmaschinen-Alternativen


Alternativen zu Google gibt es natürlich, die Marktanteile der Wettbewerber sind jedoch erschreckend gering. Oft muss man auch erst die ein oder andere individuelle Einstellung vornehmen, um vernünftige Suchergebnisse zu erhalten. Ein Versuch lohnt sich aber in vielen Fällen.

Wer bei Google nicht findet, was er sucht, der kann durchaus mal den Microsoft-Konkurrenten Bing ausprobieren. Was Algorithmen und Datensammelwut angeht, gilt hier jedoch nahezu alles, was auch für Google gilt. Individualisierung und Targeting haben eine hohe Priorität.

Wie Google, aber ohne Datensammeln


Einen ganz anderen, sehr interessanten Ansatz bringt die Suchmaschine Startpage in den Browser. Die Suchmaschine greift auf die Ergebnisse von Google zurück, schiebt auf dem Weg zu den Google-Servern in den USA und wieder zurück jedoch einen Datenschutzfilter dazwischen. Die Ergebnisse können so bei ein und dem selben Suchbegriff ganz anders ausfallen.

DuckDuckGo verwendet einen eigenen Algorithmus und greift zusätzlich auf Archive wie beispielsweise Wikipedia zu. Die Ergebnisse überzeugen in den allermeisten Fällen und sind eine echte Alternative zum Platzhirsch Google.

Ebenfalls Sinn machen kann die Suche mit Wolfram Alpha. Die Suchmaschine hat einen komplett anderen Ansatz als die bisher erwähnten und versucht, konkrete und individuelle Antworten auf Fragen zu liefern.

Metasuchmaschinen finden mehr


Und natürlich kann es in vielen Fällen richtig sein, eine so genannte Metasuchmaschine zu nutzen. Damit sucht man dann bei mehreren Suchanbietern gleichzeitig und erhält Ergebnisse, die Google und Bing nicht liefern. Solche Metasuchmaschinen wie MetaGer sind dann eine große Hilfe, wenn man Informationen sucht, die beispielsweise aufgrund des europäischen Datenschutzrechts aus den Suchmaschinen entfernt wurden.




1 Kommentare

Marc Aurel 3 year ago

Ich finde, in die Liste der Alternativen gehört auch noch http://www.ecosia.org die Suchmaschine, die Bäume pflanzt. Es sind schon mehr als 50 Mio. Die Ergebnisse kommen dabei von Bing.