Insekten im Frühjahr – Wie du ihnen helfen kannst
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Neben vielen Frühblühern verkünden auch zahlreiche Insekten vom Frühling. Sie haben Hunger und brauchen Nahrung. Mit kleinen Dingen kannst du den Insekten helfen.

Insekten im Frühjahr – Wie du ihnen helfen kannst



Das Insektensterben ist Thema. Im letzten Jahr verkündete eine Studie, dass die Biomasse an Insekten um 75 Prozent zurückgegangen ist. Täglich sterben weltweit 30 bis 50 Arten laut Schätzungen aus. Seit einigen Jahren gibt es Initiativen, um gegen das Insektensterben vorzugehen. Jeder einzelne kann in seinem Garten etwas für Insekten tun.

Insekten im Frühjahr


Sind die Temperaturen einige Tage über 10 Grad Celsius, dann verlassen sie Bienen ihren Stock und suchen nach Nahrung. Auch die ersten Marienkäfer sind schon unterwegs. Bei den Hummeln überleben nur die begatteten Jungköniginnen den Winter und suchen im Frühling ein Nistplatz für ihr neues Volk. Zwar haben sie im Magen noch Honigvorräte, von denen sie zehren können, doch auch sie sind recht schnell auf Pollen aus der Natur angewiesen. Manche Schmetterlinge überwintern als Puppe und schlüpfen mit den warmen Temperaturen.

Nahrungsquellen für die Insekten


Wichtig ist es für alle Insekten, genügend Nahrung zu finden. Die Frühblüher wie Krokusse, Narzissen oder Tulpen sind wichtig für alle Insekten. Hier erhalten sie die erste Nahrung im Jahr. Daher kann ihnen bereits geholfen werden, wenn im Herbst viele Blumenzwiebeln gesetzt werden, die im Frühjahr als erstes ihre Blüten der Sonne entgegenstrecken. Es sind vor allem die heimischen Blühpflanzen, in denen die Insekten ihre Nahrung finden. In ihrer Entwicklung haben sich Spezialisten entwickelt, welche sich ihren Pollen nur bei bestimmten Pflanzen holen. Mit farbigen Züchtungen aus dem Baumarkt, die eventuell noch schöne volle, gefüllte Blüten besitzen, tut niemand den Insekten einen Gefallen. Diese Züchtungen besitzen kaum oder nur wenig Pollen, von dem sich die Tiere nicht ernähren können. Das reiche Blühangebot ist nicht nur im Frühjahr wichtig, sondern sollte bis zum Herbst vorhanden sein.

Unterschlupf für die sechsbeinigen Besucher


Neben der Nahrung ist es auch wichtig für die Insekten, einen Unterschlupf zu finden. Hummeln suchen in Vogelhäusern, Erdlöchern oder auch Isolierungen von Häusern Möglichkeiten, ein Nest zu bauen. Marienkäfer legen ihre Eier an den Unterseiten von Blättern ab. Ein Insektenhotel mit verschiedenen Materialien wie Tannenzapfen, Bambusstöcken oder angebohrten Holz bieten den verschiedensten Insekten eine Brutmöglichkeit. Hummeln nehmen auch gerne Blumentöpfe mit Nistmaterial gefüllt an.
Vor allem ist es wichtig, einen abwechslungsreiche Gartengestaltung zu haben. Ein Insektenhotel in einem Garten, der nur mit Steinen gestaltet ist, wie es leider immer moderner wird, wird keine Gäste anziehen, wenn sie in der Nähe keine Nahrungsquellen finden. Wer einen gemähten Rasen schätzt, sollte sich überlegen, ob er doch nicht die eine oder andere wilde Ecke für die sechsbeinigen Besucher stehen lassen kann. Weiterhin sollte im eigenen Garten auf chemische Unkrautvernichtungsmittel verzichtet werden.

Schnell Hilfe für Hummeln


Wenn die Insekten nicht genügend Nahrung finden, kann es sein, dass sie entkräftet am Boden liegen. Findet ihr eine am Boden liegende Hummel, könnt ihr ihr schnell helfen. Im warmen Wasser sollte ein halber Teelöffel Zucker aufgelöst werden. Dieses Zuckerwasser kann der Hummel angeboten werden. Mit ihrem Saugrüssel nimmt die Hummel das Gemisch auf und tankt Energie. Damit rettest du nicht nur ein einzelnes Tier, sondern einen ganzen Hummelstaat.




2 Kommentare

HLachnit 3 year ago

Ich danke Dir, Brigitte.


Brigitte Erdmann 3 year ago

der Artikel gefällt mir!